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14.12.09

Meilenstein in der vertragszahnärztlichen Versorgung - KZVB und BKK Landesverband Bayern schließen Endo-Vertrag

Ein echter Meilenstein in der vertragszahnärztlichen Versorgung ist der Strukturvertrag über endodontische Behandlungen (sprich Wurzelbehandlung) den die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns (KZVB) mit dem Landesverband Bayern der Betriebskrankenkassen (BKK Landesverband Bayern) abgeschlossen hat. Das Zuzahlungsverbot in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wird in einem weiteren Teilbereich überwunden – zum Vorteil der Patienten.


Auf dem Gebiet der Endodontie, also der Wurzelbehandlung von Zähnen, wurden in den letzten Jahren enorme Fortschritte erzielt. Unter einer Wurzelbehandlung versteht man die Behandlung eines Zahnes mit entzündetem oder abgestorbenen Nerv (lateinisch: Pulpa). Viele Zähne, die früher gezogen werden mussten, können heute erhalten werden. Doch eine Wurzelbehandlung nach modernsten Behandlungsmethoden ist in vielen Fällen äußerst aufwändig und dadurch teurer. Sie geht dann über den GKV-Leistungskatalog hinaus.
Bislang mussten gesetzlich Versicherte in diesen Fällen die Kosten dafür in voller Höhe selbst tragen.

Ab dem 1. Januar 2010 ändert sich das für die bayerischen BKK-Versicherten. Die Betriebskrankenkassen beteiligen sich an den Kosten der aufwändigeren Privatbehandlung in Höhe der Kosten, die sie als Kassenleistung übernommen hätten.

„Der Vorteil für den Patienten besteht darin, dass er in den Genuss modernster, aber auch sehr aufwändiger Endodontieverfahren kommt, ohne seinen Anspruch auf die Kassenleistung zu verlieren“, sagt Dr. Janusz Rat, Vorsitzender des Vorstandes der KZVB. Zudem werden die Patienten in ihrer Entscheidungsfreiheit gestärkt. Jeder Versicherte kann durch den Vertrag selbst entscheiden, ob eine aufwändige endodontische Behandlung durchgeführt werden soll oder nur die Standardbehandlung, auf die er als Kassenpatient Anspruch hat.

Auch Werner Rychel, Vorstand des BKK Landesverbandes Bayern, sieht in dem Vertrag eine enorme qualitative Verbesserung für die BKK Versicherten: „Der Erhalt der natürlichen Zähne hat für uns Vorrang gegenüber dem Zahnersatz. Deshalb unterstützen wir unsere Versicherten auch finanziell bei der aufwändigeren Wurzelbehandlung.“

Der Vertrag zwischen der KZVB und dem BKK Landesverband Bayern ist in Deutschland bislang einzigartig und wegweisend für die Zukunft der vertragszahnärztlichen Versorgung.


Die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns (KZVB) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Mitglieder sind die 8560 bayerischen Vertragszahnärzte, also die Zahnärzte, die berechtigt sind, Patienten der gesetzlichen Krankenkassen zu behandeln. Die KZVB erfüllt eine Reihe wichtiger Aufgaben: Sie stellt zum Beispiel die flächendeckende zahnmedizinische Versorgung für die mehr als zehn Millionen gesetzlich Krankenversicherten in Bayern sicher, organisiert den zahnärztlichen Notdienst und rechnet die zahnärztlichen Leistungen schnell und unkompliziert mit den gesetzlichen Krankenkassen ab.

Der BKK Landesverband Bayern vertritt die Interessen seiner 19 Mitgliedskassen mit Sitz in Bayern und der 140 Betriebskrankenkassen mit Versicherten in Bayern.
Rund 2,5 Millionen Menschen in Bayern sind bei einer Betriebskrankenkasse versichert. Damit verfügen die Betriebskrankenkassen im Freistaat über einen Marktanteil von 25 Prozent.

Für Rückfragen:

Manuela Osterloh
BKK Landesverband Bayern
Züricher Straße 25
81476 München
Telefon: 089 74579-421
Fax: 089 74579-55421

Leo Hofmeier
Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns
Fallstraße 34
81369 München
Telefon: 089 72401-184
Fax: 089 72401-276

Pressesprecherin:
Manuela Osterloh, Tel. 089 / 74579421, osterloh(at)bkk-lv-bayern.de