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Organspende

Leben spenden - Entscheidung für einen Organspendeausweis

Noch immer warten in Deutschland rund 11.000 Patienten auf eine Organspende. Sie stehen auf der Warteliste von Eurotransplant und sind alle an lebensbedrohlichen Krankheiten erkrankt oder leiden unter Organfunktionsstörungen, wie zum Beispiel Nierenversagen. Für viele Patienten auf der Warteliste hängt ihr Leben davon ab, ob jemand gefunden wird, dessen Organ ihnen übertragen werden kann. Von den Menschen in Deutschland, die auf ein fremdes Organ warten, sterben durchschnittlich 21 Menschen pro Woche. Denn nach wie vor werden in Deutschland zu wenige Organe gespendet. Auf eine Million Einwohner in Deutschland kommen 10,9 Spender. International liegt Deutschland damit im unteren Drittel (nicht berücksichtigt sind dabei Organe, die lebend gespendet werden, also Nieren und Teillebern). Ein einzelner Organspender kann mehreren schwerkranken Menschen helfen. Zurzeit können in Deutschland Niere, Herz, Leber, Lunge, Bauchspeicheldrüse und Dünndarm nach dem Tod gespendet werden.

Gebührenfreies Infotelefon zur Organspende: 0800-9040400
montags bis freitags von 9:00 bis 18:00 Uhr

Geregelt werden Organspenden im Transplantationsgesetz

Entnahme und Übertragung von Organen und Geweben erfolgt mit der sogenannten erweiterten Zustimmungslösung. Hat der Verstorbene zu Lebzeiten keine Erklärung zur Organspende abgegeben, dürfen die nächsten Angehörigen über die Organ- und Gewebespende entscheiden. Doch bevor ein Mensch als Spender infrage kommt, müssen zwei erfahrende Ärzte unabhängig voneinander seinen Hirntod feststellen. Dieser wird bestätigt, sobald im Großhirn, im Kleinhirn und im Hirnstamm keinerlei Aktivität mehr gemessen werden kann.


Gesetz zur Neuregelung der Organspende

Seit dem Jahr 2013 wird jeder Bundesbürger ab dem 16. Lebensjahr regelmäßig von seiner Krankenkasse angeschrieben, um bewusst zu entscheiden, ob er nach dem Tod Organe spenden will. Die Entscheidung soll mit „Ja“, „Nein“ oder „Ich weiß nicht“ dokumentiert werden. Vorerst stellen die gesetzlichen und privaten Krankenkassen ihren Versicherten umfangreiches Informationsmaterial zur Organspende sowie einen Spendenausweis zur Verfügung. Auch auf den Pass- und Meldeämtern gibt es hierzu Informationsmaterial. Frühestens 2016 könnte auch die elektronische Gesundheitskarte als Ausweis dienen.

Eines bleibt aber unumstößlich: Die Erklärung zur Organspende wird auch wie bislang auf dem Prinzip der Freiwilligkeit basieren. Kein Versicherter kann dazu gezwungen werden, nach dem Tod als Organspender zur Verfügung zu stehen.

Hinweis für den Organspendeausweis:

Mit dem Organspendeausweis dokumentieren Sie Ihre Entscheidung zur Organspende. Auf dem Ausweis können Sie auch angeben, wenn Sie diese Entscheidung auf jemand anderen übertragen wollen. Ihre Daten werden nirgendwo registriert. Tragen Sie also den undefinedOrganspendeausweis am besten immer mit Ihren Personalpapieren bei sich.

Weitere Informationen unter undefinedwww.organspende-info.de