Ingwer - Heilpflanze des Jahres 2018

Als Leiterin des Bereichs Marketing und Prävention bin ich immer auf der Suche nach spannenden Themen, die unsere Versicherten darin bestärken, ihre Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen. Ein schönes Beispiel ist der folgende Beitrag, in dem Diätassistentin, Buchautorin und Bloggerin Karima Stockmann uns den Ingwer mit all seinen positiven Wirkungen vorstellt.

Ingwer ist eine unscheinbare Wurzel, die es ganz schön in sich hat. Die gelbe Knolle ist gesundheitlich so wirksam, dass sie deshalb sogar zur Heilpflanze des Jahres 2018 gekürt wurde. Bereits seit 2003 verleiht der Verein NHV Theophrastus (Verein zur Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus) jährlich diesen Ehrentitel. Ingwer – außen hellbraun, innen gelb wie die Sonne und vor allem schön würzig-scharf. Also genau das Richtige, um sich in der kalten Jahreszeit von innen zu wärmen. Doch Ingwer kann noch weitaus mehr!

Schon in der Antike kam der Ingwer aus Mittel- und Südostasien nach Europa. Und auch heute noch stammen die meisten Knollen, die wir hier zu kaufen bekommen, aus dem fernen China oder anderen tropischen Regionen auf der ganzen Welt. Eigentlich befürworten Ernährungsexperten ja eine regionale Küche, also Lebensmittel, die ohne lange Transportwege zu uns in die Küche gelangen. Doch bei der gelben Knolle drücken sie gern mal ein Auge zu.

Denn Ingwer verleiht Gerichten nicht nur eine angenehme Schärfe, sondern hat zahlreiche positive Effekte auf unsere Gesundheit. Aus diesem Grund wird er auch seit Jahrtausenden als pflanzliches Heilmittel eingesetzt und ist aus der traditionellen chinesischen sowie der ayurvedischen Medizin nicht wegzudenken. Dort wird er zur Behandlung von Übelkeit und anderen Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt, aber auch bei Erkältungen, Fieber und Halsschmerzen, bei rheumatoider Arthritis und sogar unterstützend bei verschiedensten Infektionskrankheiten. Die moderne Schulmedizin hat die gelbe Knolle deshalb unter die Lupe genommen und schreibt dem Ingwer ebenso positive Wirkungen auf unseren Blutzucker und Blutdruck zu. Außerdem wurden krebsvorbeugende, entzündungshemmende, verdauungsfördernde und brechreizlindernde Effekte nachgewiesen – was also auch von gesunden Menschen zur Vorbeugung von Krankheiten oder zur Behandlung von Reiseübelkeit genutzt werden kann. Darüber hinaus soll Ingwer antioxidativ wirken, das heißt er schützt unsere Zellen vor freien Radikalen – und hilft unserem Immunsystem beim Kampf gegen Bakterien und Viren. Und auch die lindernde Wirkung auf Schmerzen und Fieber konnte nachgewiesen werden.

Verantwortlich für all diese Wirkungen sind vor allem die im Ingwer enthaltenen ätherischen Öle, Scharf- und Schleimstoffe sowie der hohe Gehalt an Vitamin C. Aufgrund dieser wertvollen Nährstoffe wird Ingwer immer öfter in konzentrierter Form als Kapseln oder Tabletten angeboten. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, denn die teilweise sehr hohe Dosis der Nahrungsergänzungsmittel ist wissenschaftlich noch nicht abschließend untersucht und so sollte Ingwer nicht in den Arzneischrank, sondern lieber ins Gemüsefach oder in das Gewürzregal einziehen. Denn Ingwer kann man nicht nur als frische Knolle, sondern beispielweise auch als getrocknetes, gemahlenes Pulver kaufen. So kann er besonders einfach zum Würzen von Speisen verwendet werden und ist lange haltbar, wenn er kühl und trocken gelagert wird. Die Knolle ist ungeschält ebenso mehrere Wochen haltbar, wenn die Schnittstellen sauber gehalten werden. Zu lang gelagerte Knollen verlieren jedoch mit der Zeit an Festigkeit, Aroma und Geschmack und können faserig oder holzig werden. Um süße wie herzhafte Speisen und Getränke mit Ingwer zu verfeinern, kann man die frische Knolle schälen und dann reiben oder sie in kleine Würfel oder auch dünne Scheiben schneiden. 

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