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Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses fördert Projekt „Bildschirmfrei – Sei dabei!“

Neue Versorgungsform in Kinder- und Jugendarztpraxen zur Prävention & Behandlung dysregulierter Bildschirmmediennutzung.

Illustration einer Mutte, die mit ihrem Kleinkind lesend auf einer grünen Wiese sitzt. Ein roter Spielzeugdrache fliegt mit dem Mobiltelefon davon.,
© Design: menschenskinder, Agentur für Design & Nachhaltigkeit / Illustration: Charlotte Weyand

Ab November dieses Jahres startet die deutschlandweite, cluster-randomisierte Interventionsstudie „Bildschirmfrei – Sei dabei!“ zur Prävention bildschirmassoziierter Gesundheitsprobleme bei Kindern ab drei Jahren. 

Die Studie wurde von der Universität Witten/Herdecke initiiert und wird in enger Zusammenarbeit mit der BVKJ-Service GmbH (100%iges-Tochterunternehmen des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzt*innen e.V.), dem BKK Landesverband Bayern sowie dem Institut für Community Medicine der Universitätsmedizin Greifswald durchgeführt. 

Ein hoher Medienkonsum und damit verbunden eine lange Bildschirmzeit wirken sich negativ auf die Entwicklung von Kindern aus. Folgende gesundheitliche Probleme werden damit in Zusammenhang gebracht: Kognitive, (fein)-motorische und sozial-emotionale Auffälligkeiten sowie Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sozio-emotionale Verhaltensauffälligkeiten wie AD(H)S, Ängste, Depression oder Aggression, Schlafprobleme, Kurzsichtigkeit, Diabetes mellitus und viele mehr. 

Durch die Selektiv-Vertrag gestützte Studie "Bildschirmfrei- Sei dabei!" sollen Eltern in die Lage versetzt werden, die Bildschirmzeit ihrer Kinder in einem gesunden Maß zu halten. Gleichzeitig verfolgt die Studie das Ziel, eine frühe, unregulierte Bildschirmzeit aufzudecken, einen verantwortungsvollen und leitlinienkonformen Umgang mit Medien zu vermitteln, und alltagsnahe Alternativen und Unterstützungsangebote bereitzustellen. Dazu wird bei der U7a-Untersuchung ein Signalaufkleber mit den drei wichtigsten Empfehlungen zur Bildschirmmediennutzung von Kindern in das gelbe Vorsorgeheft (U-Heft) als Verstärkung des ärztlichen Gespräches eingeklebt. Zusätzlich beraten zuvor geschulte Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte Eltern, deren Kinder eine unkontrollierte Bildschirmmediennutzung aufweisen, in einem 15-minütigen Intensiv-Mediencoaching. Die Intensiv-Intervention wird durch eine dezidierte Prozessimplementierung und systematische App-basierte Befragung der Eltern und Kinder- und Jugendärzteschaft unter Hinzunahme der Kassen-Routinedaten evaluiert. 

Die Konsortialführung hat Dr. med. Silke Schwarz und Prof. Dr. med. David Martin der Universität Witten/Herdecke inne, Konsortialpartner sind der BKK Landesverband Bayern, die BVKJ-Service GmbH und die Universitätsmedizin Greifswald. Die Studie startete am 1. November 2025 und endet zum 31. Oktober 2028. 

Weitere Informationen auf der Projektwebsite 

 

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Manuela Osterloh

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